Der Rufer in der Wüste.....Ausgabe 3 /2019 ------- zurück zum Anfang

Philosophie kann gar nicht sterben!

Der Grund, weshalb fast ausschließlich auf bereits tote Philosophen zurück gegriffen wird, wenn es gilt, ein paar grundsätzliche Erkenntnisse zu interpretieren, ist Neid und Missgunst. Das ist auch gut und richtig so. Ein lebender Philosoph kann wahrscheinlich ganz schlecht damit umgehen, von dem Rest der Welt als der große Erkenner glorifiziert zu werden. So eine Beförderung, auf einen so hohen Sockel, das kann direkt zur täglichen Flasche Whisky führen. Wirklich, denn der Mensch ist denkbar ungeeignet als Halbgott. Das hatten schon die alten Griechen erkannt. Deshalb lebte der wundersame Diogenes auch in der einer Tonne, vor den Toren Korinths. Allerdings erklärte er seinen Mitbürgern nicht, dass er damit versuchte den Göttern nahe zu sein, denn Götter brauchen nichts. Das hat schon sein Kollege aus Athen, der alte Sokrates, erkannt, bevor er sich umbringen musste. Im Gegensatz zu Diogenes, hat sich Sokrates sehr nervig mit seinen Mitbürgern angelegt. Ich bin der Weiseste aller Weisen, behauptete er, weil er wüsste, dass er nichts weiß. Man muss befürchten, dass diese Aussage von den Meisten damals, na ja wohl auch heute noch, nicht verstanden wurde und wird.
Wer die Masse mit etwas belästigt, was sie nicht versteht und auch nicht verstehen will und wer damit nicht aufhört, der lebt gefährlich. Damals wie heute.
Luthers 95 Thesen? Leute, was ´glaubt ihr, wie viel haben dieses ganze Pamphlet wirklich gelesen? Abgesehen davon, dass die meisten Menschen damals gar nicht lesen konnten. Die Kirche hat wohl über reagiert. Heutzutage wird so ein Problem ausgesessen. Man wartet einfach, bis sich die Medien auf eine anderes Ereignis stürzen. Aus den Sendern, aus dem Sinn!!

Die Bibliothek einer neuen Stilrichtung: Postsozialistischer Realismus


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Konsequente Offenheit, wahrheitsfanatisch, eigensinnig, selbstkritisch, unvoreingenommen, vorurteilsfrei, nervig hinterfragend und frei denkend.
Wartet damit bis ihr Rentner seid und bleibt stets zurückhaltend.

Ein Ehepaar, beide 65, treffen im Wald eine eingeklemmte Fee. Das Paar befreit die Fee, erhält als Gegenleistung einen Wunsch. Der Mann weiß sofort, was er will: „Ich wünsche mir, dass meine Frau 20 Jahre jünger ist als ich.“ Simsalabim, der Wunsch wird erfüllt - der Mann ist 85 Jahre alt.

Wir waren keine Schatten!

Die meisten Berichte und Dokumentationen von Schlachten und geschichtsträchtigen Ereignissen wurden und werden wohl von Leuten verfasst, die nicht dabei waren. Das ist insofern logisch, weil die wahren Teilnehmer an Schlachten entweder tot sind oder traumatisiert.
Desweiteren muss so ein Schlachtgeschehen auch noch in die aktuelle Sichtweise desjenigen eingepasst werden, der gewonnen hat. Trotzdem, wenigstens einmal sollte ein Simplicissimus Teutsch oder eine Heide von Kommerow davon berichten können, was die Alltagsleute dabei so erlebt haben und wie sie über die Runden kamen.

Die letzte Schlacht nun, die fiel aus. Bevor es zum Showdown kam, gab die eine Seite auf und verzichtete. So ein Feind ist fast schon eine Beleidigung für den Sieger. Wer berichtet schon von einer Burgbelagerung, bei der das Burgvolk die Brücke runter gelassen hat? Da gibt dieser Feind doch einfach auf. Das ist nicht in Ordnung. Denn, gäbe nur noch solche Feinde, die gesamte Rüstungsindustrie müsste Konkurs anmelden.
Bei allen Versuchen, den Feind im Nachhinein bisschen grimmiger und gefährlicher darzustellen, wirkt es doch ein wenig konstruiert.
Nicht dass es nichts Verwerfliches gab, doch, doch das schon. Aber wir Alltäglichen waren keine Schatten, die sich jeden Morgen hinter Hecken versteckten und an dunklen Hausmauern entlang schlichen, um diesen bösen IM´s zu entgehen. Diese Typen erzeugten doch mehr lächerliche Peinlichkeit, als eine umfassende Angst, wie sie ihnen nun zugeschrieben wird.
Als während der Wende, bei den Schlossern unseres Betriebes derjenige, welcher am schlimmsten auf Partei und Regierung geschimpft hatte, Hals über Kopf verschwand, so dass das Essen noch auf dem Herd stehen blieb, da ging seinen ehemaligen Kollegen wohl ein Licht auf. Es war ihnen peinlich.

Freitagnachmittag im Parlament

Eigentlich wollte ich nur mal vorbei schauen, aus Neugier. Es war November, schlechtes Wetter und wenig Betrieb im Gebäude. Als Erstes musste ich feststellen, es waren mehr Besucher als Abgeordnete da. Aber nur wenige Besucher. Auf der Regierungsbank saßen noch einige. Bei denen hatte ich den Eindruck, diese Leute haben die Fähigkeit, die wir bereits als Studenten geübt hatten, zur Perfektion gebracht: Mit offenen Augen zu schlafen. Interesse am Geschäft sieht anders aus. Egal, ich ging runter und konnte sogar in den Plenarsaal. Irgendwie war der Einlassdienst wohl gerade pinkeln. Vier Leute saßen noch auf den Stühlen, während einer am Rednerpult die aktuelle Haushaltslage beschrieb. Ich frage den Ersten, warum er noch hier sei: "Ich muss hier abschließen. Ich bin immer der Letzte." Ich fragte den Nächsten. Er antwortete im hartem Akzent: "Ich Spion. Ich muss!" Dann fragte ich einzige Frau, die sagte mir, dass sie hier sauber mache und den Letzten musste ich aufwecken. Der beschwerte sich sofort, weshalb ihm niemand gesagte hat dass Freitag sei. Er stand auf und ging. Inzwischen beendet die Chefin vom Janzen, die auf dem Platz ganz oben, die Sitzung und wünschte allen ein schönes Wochenende. Irgendwie hatte ich mir das anders vorgestellt.

In den letzte Monaten ist, mit hartnäckiger Regelmäßigkeit, ein gewisser Hitler, Adolf in den Medien beschrieben, analysiert, dokumentiert und psychogrammäßig auseinander genommen wurden.
Warum, frage ich mich? Nicht nur die Deutschen, die ganze Welt sollte froh sein, diesen Psychopathen überlebt zu haben. Wir Deutschen, deren Vorfahren diesen Demagogen zugebrüllt haben, manche schon wieder einen Führer haben wollen, wir sollten jede Konsequenz aus dem Geschehenen mit Demut annehmen.
Doch warum wird diese extreme Verblendung nur diesen einem Mann in die Schuhe geschoben? Gut, sagen wir, der Clique ganz oben, den vier oder fünf Oberheinis. Von denen erfüllte keiner die eigenen Forderungen an einen Herrenmenschen. Der Chef war als Mann wohl bisschen straff daneben, ein anderer war etwas rauschgiftsüchtig und übergewichtig, der Nächste hatte einen Klumpfuß und ein übler Schürzenjäger. Viele andere der oberen Riege passten auch nicht ins Raster. Also warum rannten die Leute ihnen hinterher, wie die Lemminge zu den Klippen? Natürlich nicht alle, aber die weitaus meisten schon. Dann gab es noch Tausende, die im Trüben ihr Scherflein ins Trockene bringen wollten und es zum Teil auch geschafft haben. Diese Parasiten, die Befehlsnotstandsbegründer mit ausgeprägten Eigennutz, ohne die wäre es nicht passiert, was passiert ist. Ohne so eine zweite Reihe, wäre die erste Reihe nicht nur 1923 gescheitert.
Diese Parasiten, wir bekommen diese Armleuchter einfach nicht von der Backe!

Übrigens, Adolf hat ja nicht mal mitbekommen, dass dieses Hakenkreuz ein Symbol des Buddhismus ist, wenn auch mit anderer Drehrichtung. Dann noch ein Irrtum: die Arier! Das war wohl eine Volksgruppe im Norden Indiens. Soll es zu einem gewissen Teil noch heute geben und sie sollen sehr nette und schöne Menschen sein. Die Führungsriege des 3. Reiches wäre dort mit Sicherheit abgeblitzt.

Die Apologie des Sokrates Lassen wir mal das Historische außen vor. Kann gut sein, solche historischen Figuren werden gern überzeichnet, weil sie sich nicht mehr wehren können. Sokrates wäre heute wahrscheinlich ein Penner und schon damals sah er so aus. Relativ klein, Knollennase, Hühnerbrust, Bauch und öffentlich lästig ohne Ende. Er hatte aber Glück, da es damals die Athener Denkakademie gab. Reden konnte er, das muss gesagt werden. Im Bundestag würde er vielleicht sogar Gysi in den Schatten stellen.
Seine Hochzeit mit Xanthippe, er war schon 50, die zeugt allerdings nicht gerade von besonderem Durchblick. Aber egal, sein Schüler Platon hat die Verteidigungsrede des Sokrates vor Gericht als Bestseller gut vermarktet. Sokrates hätte sich darüber geärgert. Aber der war tot.

Heutzutage ist es möglich alles und jedes durch den Kakao zu ziehen, alles anzuzweifeln und über jeden zu spotten, selbst über die Mächtigen, Reichen und Schönen.
So weit so gut, aber was bleibt im Leben, ohne sich für etwas einzusetzen, ohne sich für eine Idee zu begeistern, ohne die Gefahr zu verspüren auch scheitern zu können, ohne sich auf eine Barrikaden zu stellen und sich damit der Lächerlichkeit, dem Spot und der Heme der Masse auszusetzen? Anpassung, das ist auch stets ein bisschen Unterwerfung. Jeder Besitz, jeder Kontostand erzwingt im Moment des Erwerbs und des Erscheinens den Vergleich. Eine echt ekelhafte Eigenschaft!
Hallo ihr, ihr jugendlichen Antihelden, ihr Wohlhabenden, Selbstverliebten und scheinbar Zufriedenen, ihr Spötter, ihr Besserwisser und Neunmalklugen, wie sagt ihr zuweilen selbst: No risk, no fun!

Nun zur Rede des Sokrates: Am Anfang klagt Sokrates über eine Anklage, sogar Verurteilung, ohne Richter und Geschworenen. Er spricht von der Verleumdung, dem schlechtmachen durch Gerüchte, Lügen und Falschheiten. Unsichtbaren Schlangen gleich kriechen solche Verleumdungen durch den Markt, durch die Tavernen bis in die Wohnungen. Erst einmal zum Leben erweckt und frei gelassen, sind solche Fake News, wie es heute heißt, kaum wieder einzufangen. Damals war es drei, ein gewisser Anytos, ein Meletos und Lykon, welche üble Gerüchte über Sokrates verbreiteten - heute sind es Tausende und Abertausende in unzähligen TV Sendern und die sind weitaus cleverer als diese Griechen damals. Ja, so ist das!