Warum tut ihr das?

Vier Milliarden Jahre, vielleicht zu oft gelogen?
Robert, sind wir da mal falsch abgebogen?
Noch immer diese Lügen, noch immer dieser Hass
Wer will und wer braucht denn das?
Kein Reisbauer, kann Fellache, kein Fischer im Eismeer
Keiner von denen ruft ständig nach mehr
Hat der Messias am Berg vielleicht den Wachstum gesegnet?
Nein, nur von Bescheidenheit und Demut wurde geredet
Es schreiben und reden die modernen Pfaffen,
der Bär, der darf das nicht schaffen
Doch jetzt wehrt er sich, zeigt seine Krallen
Das tut der anderen Seite nun gar nicht gefallen
Nein, nein der Irrsinn kommt nicht von unten
Den hat einer von oben erfunden
Die neuen Prediger, sie reden zu viel und riskieren das Wahre
Die letzten vier Milliarden Jahre!

Der Trick ist nicht neu, aber nun ausgefeilt. Die US-Rüstungslobby kann die Politik nur noch schwer überreden, die eigenen Soldaten in den Krieg zu schicken. In Kuwait, Irak und Afghanistan waren sie noch vor Ort. Doch das wird immer unpopulärer, auch weil sehr teuer. Auf den Profit aus Waffenverkäufen will man aber nicht verzichten und außerdem hat man dem neuen Präsidenten seinen Wahlkampf mitfinanziert. Variante passiv wird nun favorisiert. Eine fremde Regierung, weit genug entfernt vom eigenmen Territorium, wird angestachelt, den ökonomischen Konkurrenten und ideologischen Gegner für einen Krieg zu provozieren. Dazu wird eine Propaganda losgetreten, die einem Joseph Goebbels Bewunderung abringen würde. Wer die andere Sweite derart verteufelt, wie soll man da wieder rauskommen. Es sind Kriege der Lügen, der Bilder und der schwarz-weiß Malerei. OK, die bösen Worte werden den "unabhängigen Medien" in die Schuhe geschoben. Auch das ist eine Lüge.
Dass bei solchen Kriegen auch Verbündete Schaden nehmen können, das wird hingenommen. Dass dabei unsere gesamte Spezies riskiert wird, das scheint einigen entweder nicht bewusst zu sein oder es sind potenzielle Selbstmörder. Es könnte so glossiert werden, das der Delinquent dem Erschießungskommando die Patronen verkauft, mit denen er wenig später erschossen wird.
Anders Denkende werden schnell zu Gegnern der Zivilisation erklärt, als Feinde der Freiheit gebrandmarkt und auch verfolgt. Wenn alle nur noch eine Meinung haben dürfen, wenn jeder mit einer anderen Meinung medial und im Ernstfall auch körperlich gemaßregelt wird, dann bekomme ich schon Angst.

Der Bär in Wut

Es läuft durch seinen Wald, der Bär. Aber es geht ihm nicht gut. Im Fell sitzen blutsaugende Zecken, seine Augen sehen nur noch verschwommen den Weg und seine kräftigen Tatzen hängen kraftlos herab. Dann tritt er auch noch in eine Eisenfalle, die eigentlich nicht für ihn bestimmt war, sagen die Fallensteller. Da sitzt er nun, die Bär, vor dem bisher im Wald alle anderen Tiere Respekt hatten. Verletzt, krank und ein Fangeisen an seinem linken Hinterlauf.
Der Adler kreist über ihn und findet die Situation so übel nicht. Schließlich war es der Bär, der ihn immer mal von einer sicheren Beute verscheuchte. Nun scheint er selbst eine Beute zu sein. Der Bär muss schlafen, wenn er wieder zu Kräften kommen will. Das nutzt der Adler. Als der Bär wieder erwacht, hat er wenigstens so viel Kraft, um sich aus dem Fangeisen zu befreien. Aber der Adler hat ihm eine Kette um das andere Bein geschlungen mit einem Gewicht daran, auf dem drei Buchstaben stehen: PSA!!
Jahre muss der Bär das Gewicht nun mit sich herumtragen. Doch eines Tages hat er sich wieder soweit erholt, dass er sich auch von einem großen Teil dieses Gewichtes befreien kann. Aber noch immer weit entfernt von seiner alten Kraft, schleicht der Bär weiter gebückt durch Wald. Nur eins hat er gelernt, er beobachtet den Adler. Wenn der sich auf einen Baum in seinem Wald setzt, geht der Bär hin und rüttelt an dem Baum, bis der Adler wieder wegfliegt.
Die anderen Tiere im Wald beobachten den Bären mit zwiespältigen Gefühlen. Er wird wieder gesund und damit auch wieder kräftiger. Sie wissen schon, mit ihm ist nicht gut Kirschen essen. Andererseits hält er die Wölfe auf Distanz. Wenn das Rudel angreift, ohne Hunger zu haben, dann fährt er dazwischen. Die vorwitzigsten Wölfe haben dabei meist sehr schlechte Karten. Langsam wird der Bär wieder, was er mal war, das kräftigste und gefürchtetste Tier im Wald. Nur dem Adler gefällt das ganz und gar nicht. Also ärgert er den Bären, wo es nur geht. Er weiß ja, fliegen kann der Bar nicht.
Der Adler überlegt, wie er den Bären schaden kann. Er findet, er könnte es mit den Füchsen versuchen. Die Füchse, so heißt es, halten sich ja für besonders schlau. Eine solche Selbstüberschätzung lässt sich gut ausnutzen.
Der Adler erklärte den Einfältigsten unter den Füchsen, dass sie mit ihm, dem Adler zusammenarbeiten sollten. Dadurch kann dem Bären seine Allmacht im Wald ein wenig weggenommen werden. Der Adler verspricht diesen Füchsen eine Sache, von der sie zwar keine Ahnung haben, aber in ihren Ohren klingt es gut. Er währt nicht lange und der Bär bekommt von dieser merkwürdigen Koalition Wind. Er warnt die Füchse mehrmals, ihre Pfoten da rauszuhalten. Aber ihre Einfalt hat bei den Füchsen wohl ihren Verstand und ihre Vernunft ein wenig beeinträchtigt. Sie haben auch nicht beachtet, dass der Adler fliegen kann.
Als sie beginnen den Bären richtig zu ärgern, reißt diesem irgendwann der Geduldsfaden. Er geht zum Fuchsbau und verprügelte die Füchse. Leider, aber verständlicherweise erwischt es auch Füchse, die sich dem Komplott gegen ihn nicht angeschlossen hatten. Doch das konnte der Bär jetzt nicht unterscheiden. Viele Tiere im Wald fanden, dass der Bär etwas zu weit gehe.
Andererseits hatten sie auch Verständnis für seine Wut. Der Adler, welcher das Komplott angezettelt hatte, schimpfte aus sicherer Höhe auf den wütenden Bären. Einige kleinere Raubvögel und auch die Krägen schimpften von oben kräftig mit. Mit dem Adler wollten sie es sich nicht verderben.

Dann, nach einiger Zeit zieht wieder Ruhe ein im Wald als auch in der Luft. OK, sagen sich die Tiere im Wald mit dem Bären ist wahrlich nicht gut Kirschen essen.
Auch wenn der Adler den Bären nicht unter Kontrolle bringen konnte, so hat er doch erreichet, dass unter den Tieren im Wald nun Angst, Zwietracht und Uneinigkeit herrscht.
Auch gut, sagt sich der Adler und zieht sich in sein Gefilde in den Bergen zurück. Seinen Herolden, den Eichelhären, befielt er in einem fort auf den Bären zu schimpfen. Auch wenn das bedeutet, dass damit, wie es heißt, Öl ins Feuer der Zwietracht gegossen wird. Doch das ist Zweck der Übung. Es schwächt und lenkt ab. Auch wenn der Bär im Winter schläft, es muss weiter von Willkürakten des Bären berichtet werden.
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