Nachdenken kann weh tun und es kann gefährlich werden!!

.


In unzähligen "wissenschaftlichen Dokumentationen" und in noch mehr Filmen, Büchern und Liedern werden bestimmte Erkenntnisse aus gemachten Erfahrungen postuliert. Dazu gehört die unbedingt notwendige Anpassung, um zu überleben. Oft dokumentiert in der Geschichte des Tierreiches. Weiterhin wird immer wieder betont, die Stärke des Einzelnen ist am Größten, wenn er allein kämpft. Als Drittes gehört ein Feinbild dazu, welches entweder einen abgrundtiefen bösen, dummen und herzlosen Diktator darstellt oder die Idee für eine Veränderung, als auch deren Verfasser, derart ins Lächerliche zieht, dass in dem TV schauenden Bürger nicht mal der Ansatz in den Kopf kommt, einer solchen Idee zu folgen.



Die Beauftragten zur Systemerhaltung wissen ganz genau, die französische Revolution wäre ein Revolte der Marktfrauen von Paris geblieben, wenn es die aufklärerischen Schriften eines Voltaire nicht gegeben hätte. Nicht die revoltierenden Marktfrauen sind gefährlich, auch nicht der Hass und der Kroll auf die Herrschenden, das alles ist durch ein bisschen exekutive Gewalt ganz gut in den Griff zu bekommen. Gefährlich wird es erst, wenn sich hinter einer Revolte die Idee für eine bessere Gesellschaft versteckt. Da wird auch mal schnell mit Kanonen auf Spatzen geschossen, nach dem Grundsatz: Wehret den Anfängen!



Natürlich ist es wichtig auf gemachte Erfahrungen zurück zu greifen und einen einmal gemachten Fehler nicht unbedingt mehrmals zu wiederholen. Allerdings, wenn es nicht etwas geben würde, von dem der alte Kant sagte, es sei die Erkenntnis a priori, als eine Erkenntnisfindung ohne vorherige Erfahrung, ohne sinnliche Wahrnehmung, allein durch den Verstand und die Vernunft, würden wir noch heute mit Faustkeil und Keule durch die Wälder streifen und darauf hoffen, einen Mamut zu erlegen.